Kommentare: 38
  • #38

    Myunghee Lee (Freitag, 03 März 2017 09:30)

    Kapitel 2:
    Periodisches Training und tägliches Training

    Abschnitt 1. Die Lehre des periodischen Training

    Um den Lernenden eine periodischen Ausbildung in der Lehre zukommen zu lassen, wurden folgende Fächer festgelegt: Skandieren des Buddhanamens, Sitzmeditation, Schriftlektüre, Dharmavorträge, Gespräche, Besprechung von Zweifelsfragen, Prinzip der wahren Natur, periodische Tagebuchführung, tägliche Tagebuchführung, Achtsamkeit und Umgangsformen. Skandieren des Buddhanamens und Sitzmeditation sind Trainingsmethoden für die Läuterung des Geistes. Schriftlektüre, Vorträge, Gespräche, Zweifelsfragen, Prinzip der wahren Natur und periodische Tagebuchführung sind Trainingsmethoden zum Lernen der menschlichen Angelegenheiten und universalen Prinzipien. Tägliche Tagebuchführung, Aufmerksamkeitstraining und Umgangsformen sind Trainingsmethoden zur Ausführung imHandeln.
    Beim "Skandieren des Buddhanamens" wird eine von uns festgelegte Beschwörungsformel wiederholt rezitiert, um unseren in tausenderlei Richtungen von Himmel und Erde zerstreuten Geist in dieser einen Formel zu sammeln und dadurch all die unzähligen Gedanken zu einem einzigen Gedanken zu machen. "Sitzmeditation" dient dazu, Geist und Energie auf den Tanjeon zu konzentrieren, damit die Energie ausgerichtet und der Geist geschützt wird, auf dass die Anhaftung an auch nur einen einzigen Gedanken beseitigt werde und man das Stadium der absoluten Ruhe und Unterscheidungslosigkeit erreiche. Auf diese Weise wird der reine, elementare Geist des Menschen gefördert.
    "Schriftlektüre" bezieht sich auf die von uns bestimmten Lehrbücher und andere Schriften zur Vertiefung. Sie dienen dem Lernenden dazu, die geeignete Richtung für sein Lernen zu finden. Bei den "Vorträgen" wird eine Frage aus den menschlichen Angelegenheiten und universalen Prinzipien bestimmt und der Sinn erklärt. Dadurch soll der Lernende in die Lage versetzt werden, vor einer Versammlung in angemessener Form aufzutreten, einen Meinungsaustausch herbei zu führen und die Weisheit zu schärfen. Während der "Gespräche" soll ein jeder freizügig seine Gefühle zu den Dingen äußern, die er gesehen oder gehört hat. Sie dienen dazu, einen ungehinderten und lebhaften Meinungsaustausch zu schaffen und die Weisheit zu schärfen. Bei der "Besprechung von Zweifelsfragen" sollen Zweifelsfragen zu den Prinzipien von Groß und Klein und Seiendem und Nicht-Seiendem, Richtig und Falsch, Nutzen und Schaden sowie zu den Meditationsaufgaben von Buddhas und Erleuchteten der Vergangenheit untersucht und bewertet werden. Lernende in einem vertieften Stadium des Lernens soll dadurch ermöglicht werden, menschliche Angelegenheiten und universale Prinzipien eindeutig zu analysieren. Beim "Prinzip der wahren Natur" sollen die eigentlichen Prinzipien aller Dinge im Universum und die Grundsätze unserer eigenen Natur erkannt und geklärt werden. Bei der "periodischen Tagebuchführung" sollen die Arbeitsstunden, die Einnahmen und Ausgaben, die Behandlung der einzelnen Taten des Geistes und des Körpers und die Erleuchtungen und Eindrücke jeweils für einen Tag aufgezeichnet werden. Bei der "täglichen Tagebuchführung" wird jeweils für einen Tag aufgezeichnet, ob man seine Angelegenheiten achtsam oder unachtsam behandelt hat, das Stadium des Lernens, und ob man Verstöße gegen die Gebote begangen hat oder nicht. Bei "Achtsamkeit" geht es darum, ob man beim Gebrauch seiner sechs Sinne in einer bestimmten Situation die Dinge, die man sich vorgenommen hat zu tun und die Dinge, die man sich vorgenommen hat zu unterlassen, nicht vergessen und ausgeführt hat. "Umgangsformen" bezeichnen das Verhalten eines Menschen, das dem Menschen würdig ist. Sie sollen den Lernenden in den Genuss der realen Wirkung des Lernens kommen lassen, indem er sein Lernen ständig überprüft und in die Tat umsetzt.

  • #37

    Myunghee Lee (Mittwoch, 07 Dezember 2016 07:32)

    Teil 3 Übungen

    Kapitel 1: Die grundlegende Lehre der täglichen Übungen

    1. Der Herzensgrund ist ursprünglich frei von Wirrnissen, aber durch äußere Umstände können sie doch entstehen. Lasst uns also durch die Beseitigung dieser Wirrnisse die Versenkung in die eigene Natur schaffen.
    2. Der Herzensgrund ist ursprünglich frei von Torheiten, aber durch äußere Umstände können sie doch entstehen. Lasst uns also durch die Beseitigung dieser Torheiten die Weisheit der eigenen Natur schaffen.
    3. Der Herzensgrund ist ursprünglich frei von Falschheit, aber durch äußere Umstände können sie doch entstehen. Lasst uns also durch die Beseitigung der Falschheit die Disziplin der eigenen Natur schaffen.
    4. Durch Glaube, Eifer, Nachfragen und Hingabe lasst uns Unglaube, Habgier, Faulheit und Dummheit beseitigen.
    5. Lasst uns ein Leben in Groll in ein Leben in Dankbarkeit verwandeln.
    6. Lasst uns ein Leben in Abhängigkeit in ein Leben in Selbstständigkeit verwandeln.
    7. Lasst uns Menschen, die nicht zu lernen wissen, in lernfähige Menschen wandeln.
    8. Lasst uns Menschen, die nicht zu lehren wissen, in lehrfähige Menschen wandeln.
    9. Lasst uns Menschen ohne Gemeinsinn in gemeinnützige Menschen wandeln.

  • #36

    Myunghee (Mittwoch, 15 Juni 2016 09:42)

    Kapitel 7: Die Vier Großen Grundsätze

    Die Vier Großen Grundsätze sind die "Rechte Erleuchtung und rechtes Handeln", das "Gnade erkennen und Gnade vergelten", der "Lebendiger Gebrauch der Lehre Buddhas" und der "Selbstloser Dienst an der Allgemeinheit".
    Was "Rechte Erleuchtung und rechtes Handeln" angeht, so sollen wir die Wahrheit des Il-Won, des von den Buddhas und erleuchteten Meistern wahrhaft überlieferten Geist-Siegels, von selber erkennen und ihr nacheifern, damit wir beim Gebrauch der Sechs Sinnesorgane Auge, Ohr, Nase, Zunge, Körper und Geist im Handeln ausgeglichen sind ohne Einseitigkeit, Übermäßigkeit oder Unzulänglichkeit.
    Was "Gnade erkennen und Gnade vergelten" angeht, so sollen wir den Inhalt der Gnade, die wir von Himmel und Erde, den Eltern, den Mitwesen und den Gesetzen erfahren haben, zutiefst erfühlen, verstehen und die Gnade vergelten, indem wir dem WEG der Dankesschuld folgen. Gleichzeitig sollen wir, auch wenn wir in einer Situation einmal Groll hegen, zunächst die Herkunft aller Gnaden ergründen, die ärgerliche Situation und Dankbarkeit annehmen und die Gnade vergelten.
    Was den "Lebendigen Gebrauch der Lehre Buddhas" angeht, so sollen wir nicht wie in der Vergangenheit als Schüler Buddhas nur seiner Lehre nachhängen und die weltlichen Dinge vernachlässigen, sondern dadurch, dass wir zu Schülern Buddhas geworden sind, die weltlichen Aufgaben noch besser bewältigen. Anders ausgedrückt sollen wir als Schüler Buddhas nicht nutzlose Menschen für die Welt werden, sondern durch den lebendigen Gebrauch der Lehre Buddhas nützliche Menschen, die einen positiven Beitrag für das Leben des Einzelnen, der Familie, der Gesellschaft und des Staates leisten.
    Was den "Selbstlosen Dienst an der Allgemeinheit" angeht, so sollen wir Gedankengut, das nur aus uns und unsere Familie gerichtet ist, und hemmungsloses Handeln ablegen.
    Wir sollen einzig den gemeinnützigen Zielen des Mahayana-Buddhismus folgen und uns mit Ernsthaftigkeit und Hingabe der Erlösung aller Wesen widmen.

  • #35

    Myunghee (Sonntag, 29 Mai 2016 10:14)

    Kapitel 6: Die wesentlichen Wege für das menschliche Leben und für das Lernen

    Die Vier Gnaden und die Vier Grundsätze sind die wesentlichen Wege für das menschliche Leben, und das Dreigliedrige Lernen und die Acht Artikel sind die wesentlichen Wege für das Lernen. Was die wesentlichen Wege für das menschliche Leben angeht, so können sie vom Menschen nicht ohne die wesentlichen Wege für das Lernen beschritten werden. Was die wesentlichen Wege für das Lernen angeht, kann der Mensch die Früchte seines Lernens ohne die wesentlichen Wege für das menschliche Leben nicht gänzlich genießen. Wenn wir einen Vergleich benutzen, so sind die wesentlichen Wege für das Lernen wie die Heilkunst des Arztes, der einen Patienten behandelt. Die wesentlichen Wege für das menschliche Leben sind wie die Medikamente, die den Patienten heilen.

  • #34

    Myunghee (Montag, 23 Mai 2016 10:05)

    Abschnitt 2. Die Vier Artikel, die es zu vermeiden gilt

    1. Unglaube
    "Unglaube" ist das Gegenteil von Glaube und bedeutet, dass man nicht an etwas glaubt, und bei der Ausführung aller Tätigkeiten keine Entscheidung treffen kann.

    2. Habgier
    "Habgier" bedeutet, dass man bei allen Tätigkeiten einen außergewöhnlich starken Drang hat, etwas an sich zu nehmen.

    3. Faulheit
    "Faulheit" bezeichnet bei allen Tätigkeiten die Abneigung, etwas zu tun.

    4. Dummheit
    "Dummheit" bezeichnet die vollständige Unkenntnis von Groß und Klein, Seiendem und Nicht-Seiendem, Richtig und Falsch, Nutzen und Schaden. Es ist Handeln und Unterlassen nach eigenem Gutdünken.

  • #33

    Myunghee (Freitag, 20 Mai 2016 10:21)

    Kapitel 5: Die Acht Artikel

    Abschnitt 1. Die Vier Artikel, die es zu fördern gilt

    1. Glaube
    "Glaube" bedeutet von etwas überzeugt zu sein, es ist die Antriebskraft, die uns bei der Verrichtung aller Tätigkeiten den Geist stärkt.

    2. Eifer
    "Eifer" bezeichnet den mutigen Willen zum Fortschreiten, es ist die entschlossene und vorantreibende Antriebskraft für die Verrichtung aller Tätigkeiten.

    3. Nachfragen
    "Nachfragen" bedeutet das Streben nach Erkenntnis, wenn man bei menschlichen Angelegenheiten oder universalen Prinzipien etwas entdeckt, was man nicht versteht. Es ist die Antriebskraft, die uns bei der Verrichtung aller Tätigkeiten dazu führt, Unbekanntes zu ergründen.

    4. Hingabe
    "Hingabe" bezeichnet einen unablässig tätigen Geist, es ist die Antriebskraft, die uns bei der Verrichtung aller Tätigkeiten das Ziel erreichen lässt.

  • #32

    Myunghee (Donnerstag, 19 Mai 2016 08:36)

    Abschnitt 3. Die Ausführung im Handeln

    1. Das Wesentliche der Ausführung im Handeln

    "Handeln" bezeichnet den Gebrauch der Sechs Sinnesorgane Auge, Ohr, Nase, Zunge, Körper und Geist. "Ausführung" bedeutet, das Rechte zu tun und das Unrechte zu verwerfen.

    2. Ziel der Ausführung im Handeln

    Auch wenn wir durch die Läuterung des Geistes die Kraft zur Läuterung erreicht haben, und durch die Erkenntnissuche in menschlichen Angelegenheiten und universalen Prinzipien die Kraft der Erkenntnisfähigkeit erlangt haben, werden Läuterung und Erkenntnis nichtig und kaum reale Ergebnisse erzielen, wenn wir dies im konkreten Fall nicht umsetzen können. Dies ist wie ein Baum, der einen guten Stamm, Äste, Blühten und Blätter hat, aber keine Früchte trägt.
    Was ist grundsätzlich betrachtet der Grund dafür, dass die Menschen um die Vorzüge des Guten wissen, aber es nicht tun können, um die Verwerflichkeit des Bösen wissen, aber nicht davon ablassen können, so dass sie das friedliche Paradies ausschlagen und sich ins unheilvolle Meer des Leidens begeben? Der Grund dafür ist, dass sie in einer bestimmten Situation Richtig und Falsch nicht erkennen und deshalb nicht in die Tat umsetzen können, oder Richtig und Falsch zwar erkennen, aber ihre flammenden Begierden nicht zügeln oder sich nicht von ehernen Gewohnheiten lösen können, so dass es ihnen nicht gelingt, das Böse zu verwerfen und das Gute anzunehmen. Deshalb betreiben wir das Lernen der Ausführung, bei der unbedingt das Rechte getan und das Unrechte verworfen wird, auf dass wir dem abscheulichen Meer des Leidens entrinnen und ersehnte Paradies gelangen.

    3. Ergebnisse der Ausführung im Handeln

    Wenn wir das Lernen der Ausführung im Handeln über einen langen Zeitraum hinweg betreiben, werden wir bei allen Tätigkeiten die Kraft erlangen, mutig das Rechte zu ergreifen und das Unrechte zu verwerfen, bis wir endlich die Kraft der Ausführung gewinnen.

  • #31

    Myunghee (Mittwoch, 20 April 2016 08:42)

    3. Wirkung des Lernens der menschlichen Angelegenheiten und der universalen Prinzipien

    Wenn wir das Lernen der menschlichen Angelegenheiten und der universalen Prinzipien über einen langen Zeitraum hinweg betreiben, werden wir ohne Schwierigkeiten die Kraft der Weisheit erlangen, mit dem wir die unzähligen menschlichen Angelegenheiten und universalen Prinzipien ergründen und beurteilen können, so dass uns letztendlich die Kraft der Erkenntnisfähigkeit erwächst.

  • #30

    Myunghee (Donnerstag, 07 April 2016 18:56)

    2. Ziel des Lernens der menschlichen Angelegenheiten und universalen Prinzipien

    Die Welt ist nach den universalen Prinzipien von Groß und Klein, Seiendem und Nicht-Seiendem geschaffen und wird in den menschlichen Angelegenheiten durch Richtig und Falsch, Nutzen und Schaden gesteuert. Deshalb ist die Zahl der verschiedenen Prinzipien so groß, wie die Welt weit ist, die menschlichen Angelegenheiten sind so unendlich vielfältig, wie die Zahl der Menschen groß ist. Aber Freud und Leid, die uns ohne Anlass zuteil werden, oder Freud und Leid, die wir selber herbeigeführt haben, sind das Ergebnis unseres Handels durch Gebrauch der Sechs Sinnesorgane. Wenn wir also Richtig und Falsch, Nutzen und Schaden in menschlichen Angelegenheiten nicht kennen und nach eigenem Gutdünken handeln oder unterlassen, wird sich der Gebrauch unserer Sechs Sinnesorgane in jedem einzelnen Moment zu Sünde und Leid wenden, so dass unser künftiger Lebensweg ein grenzenloses Meer des Leidens sein wird. Wenn wir in Unkenntnis des Prinzips von Groß und Klein, Seiendem und Nicht-Seiendem leben, werden wir die Ursache für Freud und Leid, die uns ohne Anlass erwachsen, nicht erkennen, unser Denken wird kurzsichtig und unser Geist engstirnig, wir werden die Prinzipien von Geburt, Alter, Krankheit und Tod und von Vergeltung durch Ursache und Wirkung nicht erkennen, Wirklichkeit und Illusion nicht voneinander trennen können und ständig dem Irrtum und glücklichen Zufällen verfallen, so dass wir schließlich uns und unsere Familie zugrunde richten. Deshalb ist es unser Ziel, die unwägbaren Prinzipien der himmlischen Schöpfung und die mannigfaltigen Angelegenheiten der Menschen im voraus zu ergründen und sie durch eindeutige Bestimmung und schnelle Beurteilung im wirklichen Leben zu erkennen.

  • #29

    Myunghee (Freitag, 01 April 2016 14:45)

    3. Ergebnisse der Läuterung des Geistes

    Wenn wir das Lernen der Läuterung des Geistes für einen langen Zeitraum betreiben, wird unser Geist wie Stein und Eisen erstarken, und die kraft zur Selbstbeherrschung bei der Begegnung mit tausenderlei Umständen entstehen, so dass wir schließlich die Kraft der Läuterung gewinnen.

    Abschnitt 2. Erkenntnissuche in menschlichen Angelegenheiten und universalen Prinzipien

    1. Das Wesentliche der Erkenntnissuche in menschlichen Angelegenheiten und universalen Prinzipien

    "Menschliche Angelegenheiten" bezeichnen 'Richtig und Falsch, Nutzen und Schaden' unter den Menschen. "Universale Prinzipien" bezeichnen 'Groß und Klein, Seiendes und Nicht-Seiendes' der himmlischen Schöpfung. "Groß" bezeichnen das Urwesen der unzähligen Dinge im Universum. "Klein" bezeichnet den Umstand, dass alle Dinge in Form und Farbe unterschieden sind. "Seiendes und Nicht-Seiendes" bezeichnen Kreislauf der vier Jahreszeiten Frühling, Sommer, Herbst und Winter; Wind, Wolken, Regen, Tau, Reif und Schnee und den Wandel aller Dinge in Geburt, Alter, Krankheit, Tod und Aufstieg, Verfall, Gedeih und Verderb. "Lernen" bezeichnet das Untersuchen und Ergründen der menschlichen Angelegenheiten und universalen Prinzipien.

  • #28

    Raphael (Mittwoch, 30 März 2016 12:23)


    Kapitel 4: Das dreigliedrige Lernen

    Abschnitt 1: Läuterung des Geistet

    1. das wesentliche in der Läuterung des Geistes

    "Geist" bezeichnet einen Gemützzustand, der klar, ruhig und ohne Unterscheidungen und Anhaftungen ist. "Läuterung" bezeichnet die Kultivierung des klaren und ruhigen Geistes, der innerlich frei ist von Unterscheidungen und Anhaftungen, und der sich äußerlich nicht von Wirrungen anfechten lässt.

    2. Das Ziel der Läuterung des Geistes

    Gefühlsbegabte Lebewesen haben von sich heraus, ohne es erlernen zu müssen, ein Wissen und ein Bedürfnis zu handeln. Bei Menschen, den vernünftigsten Wesen, sind die Erkenntnisse, die duirch das Sehen, Hören und Lernen erworben werden und das Bedürfnis Handlungen auszuführen, um ein vielfaches ausgeprägter als bei anderen Tieren. Wenn die Menschen jedoch das Erkenntnisstreben und den Tatendrang ohne Rücksicht auf Anstand, Scham und gerechte Regeln unter Ausnutzung der eigenen Machtposition, Fähigkeit oder mir Gewalt zu befriedigen trachten, werden sie letztendlich ihre Familie und sich selbst zugrunde richten, durch Ängste, Illusionen, Zerrissenheit und Unruhe in Depressionen verfallen, einen Nervenzusammenbruch erleiden, Wahnvorstellungen haben oder in besonders schweren Fällen Selbstmord begehen. Aus diesem Grunde streben wir nach Läuterung, um durch die Beseitugung dieses Ehrgeizes, der in alle Bereiche vorgedrungen ist, und die Schaffung eines vollkommenen Geistes die Kräfte der Selbstbeherrschung zu kultivieren.

  • #27

    Myunghee (Freitag, 25 März 2016 11:04)

    Abschnitt 4. Verehrung der Gemeinnützigen

    1. Grundlage der Verehrung der Gemeinnützigen

    Wenn die Welt den gemeinnützigen Menschen große Verehrung entgegenbringt, wird es viele Gemeinnützige geben, die sich um die Welt bemühen. Wenn der Staat den gemeinnützigen Menschen große Verehrung entgegenbringt, wird es viele Gemeinnützige geben, die sich um den Staat bemühen. Wenn die Gesellschaft und die Religionsgemeinschaften den gemeinnützigen Menschen große Verehrung entgegenbringen, wird es viele Gemeinnützige geben, die sich um die Gesellschaft und die Religionsgemeinschaften bemühen. Wir sollten also nach Kräften diejenigen verehren, die sich auf verschiedene Weise um die Welt, den Staat, die Gesellschaft oder eine Religionsgemeinschaft verdient gemacht haben, so wie Kinder ihre Eltern ehren. Auch jeder einzelne von uns sollte diesem Geist des Gemeinsinns nacheifern und sich aktiv für den Gemeinnutz einsetzen.

    2. Die Fehler bei gemeinnützigen Unternehmungen der Vergangenheit im Einzelnen

    a. Unzureichende Fachausbildung für Gelehrt, Bauern, Handwerker und Kaufleute als wesentliche Grundlage für das Leben und das Wohl der Allgemeinheit.
    b. Unzureichende Einrichtungen für Gelehrte, Bauern, Handwerker und Kaufleute.
    c. Für die Masse nicht zugängliche Lehren und Systeme der Religionen.
    d. Unzureichende Auszeichnungen für Gemeinnützige durch Staat und Gesellschaft.
    e. Unfähigkeit aller Erziehungskonzepte, die Selbstständigkeit zu fördern und von der Abhängigkeit zu befreien.
    f. Übermäßige Betonung des eigenen Gewinnstrebens bis hin zur Schädigung anderer, starkes Verhaftetsein an Nah und Fern, Vertraut und Fremd.
    g. Mangel an Anschauung und gesundem Menschenverstand.
    h. Mangel an Menschen, die um die Achtung in der Familie wussten, die man durch Hingabe an die Familie erwirbt, und die um die Achtung in der Gemeinschaft wussten, die man durch Hingabe an die Gemeinschaft erlangt.

    3. Verehrung der Gemeinnützigen im Einzelnen

    a. Wir, die wir die Gelegenheit haben, alle einzelnen Fehler in der Behandlung gemeinnütziger Unternehmungen zu beseitigen, sollten auf die Familie und auf das Gemeinwohl gerichtete Tätigkeiten unterscheiden und uns bei ein und derselben Tätigkeit aus den Fesseln des 'Ich und andere' befreien und gemeinnütziges Tun vorziehen.
    b. Personen, die sich gemeinnützig für das Wohl der Menschen eingesetzt haben, sollten wir, je nach ihren Verdiensten, im Alter betreuen, ihnen beim Ableben wie ein nahestehender Verwandter eine Bestattung ausrichten und ihre Portraits und Lebensgeschichten aufbewahren, auf dass sie lange in der Erinnerung bleiben.


  • #26

    Myunghee (Dienstag, 22 März 2016 11:03)

    Abschnitt 3. Erziehung der Kinder anderer

    1. Grundlage der Erziehung der Kinder anderer

    Wenn die Erziehungseinrichtungen unzureichend sind und sich ihr Geist nicht aus der Beschränkung 'ich und Andere' zu lösen vermag, wird die zivilisatorische Entwicklung der Welt behindert. Deshalb sollten wir die Erziehungseinrichtungen ausweiten und aus der Beschränkung von Ich und Anderen befreien und allen Bildungsbedürftigen gleicher-maßen Erziehung angedeihen lassen, auf dass die Zivilisation der Welt gefördert wird und alle Mitwesen ein paradiesisches Leben führen können.

    2. Die Fehler im Erziehungswesen der Vergangenheit im Einzelnen

    a. Das Fehlen von aktiver Förderung und Unterstützung der Erziehung durch Regierung und Gesellschaft.
    b. Ein System der Erziehung, in dem Frauen und Gemeine sich noch nicht einmal vorstellen konnten, an der Bildung beteiligt zu werden.
    c. Auf der individuellen Ebene die geringe Bereitschaft von Menschen, die in den Genuss von Bildung gelangt waren, deren Vorzüge weit zu verbreiten.
    d. Geringer Meinungsaustausch in Erziehungsfragen, aufgrund des schlechten Zustandes der Medien und der Kommunikationstechnik.
    e. Weil sich das Erziehungsverständnis nicht aus der Beschränkung von 'Ich und Andere' lösen konnte, haben reiche Leute, wenn sie keine eigenen Kinder hatten, nur danach gestrebt, sich auf irgendeine Art Kinder zu verschaffen. Gelang ihnen dies nicht, haben sie niemandem Erziehung angedeihen lassen. Die Armen jedoch mochten noch so sehr an der Erziehung ihrer Kinder interessiert sein, es war ihnen aus Mangel an Mitteln doch nicht möglich.

    3. Die Erziehung der Kinder anderer im Einzeln

    a. Da wir jetzt die Möglichkeit haben, diese Fehler im Erziehungssystem zu beseitigen, sollten wir alle Erziehungseinrichtungen nach besten Kräften unterstützen, um auch die Kinder anderer wie unsere eigenen zu erziehen, ob wir nun selbst Kinder haben oder nicht. Und wenn es unsere Verhältnisse erlauben, sollten wir wenigstens einigen anderen Kindern Erziehung angedeihen lassen, als ob wir sie selbst geboren hätten.
    b. Auch Staat und Gesellschaft sollten im weitem Umfang Erziehungseinrichtungen schaffen und die Bildung aktiv fördern.
    c. Personen, die sich im religiösen Bereich, in Gesellschaft, Staat und der auf der ganzen Welt für die Ausbildung der Kinder anderer einsetzen, sollten je nach ihren Verdiensten ausgezeichnet und belohnt werden.

  • #25

    Myunghee (Montag, 21 März 2016 09:25)

    3. Vorrang der Weisen im Einzelnen

    a. Jeden, der mir in der Beherrschung der eigenen Natur und im moralischen Handeln in menschlichen Angelegenheiten überlegen ist, sollte ich als meinen Lehrer ansehen.
    b. Jeden, der mir in politischen Angelegenheiten überlegen ist, sollte ich als meinen Lehrer ansehen.
    c. Jeden, der mir im Wissen um die Lebensführung überlegen ist, sollte ich als meinen Lehrer ansehen.
    d. Jeden, der mir in Wissenschaft und Technik überlegen ist, sollte ich als meinen Lehrer ansehen.
    e. Jeden, der mir in allen anderen Bereichen überlegen ist, sollte ich als meinen Lehrer ansehen.
    Alle Personen, die in diese Kategorien fallen, sollte ich nicht grundsätzlich ungleich behandeln, sondern nur in Bezug auf das Ziel, das ich anstrebe.

  • #24

    Raphael (Sonntag, 20 März 2016 10:34)


    Abschnitt2: Vorrang der Weisen

    1. Grundlage des Vorrangs der Weisen

    Es ist ein selbsverständliches Prinzip, dass der Weise den Einfältigen lehrt, und der Einfältige vom Weisen lernt. Wenn man etwas lernen möchte sollte man sich, in welcher Situation man sich auch immer befinden mag, nicht durch ein unvernünftiges System von Diskriminierung beeinflussen lassen, sondern sich ausschließlich auf das Erreichen seines Zieles konzentrieren.

    2. Das unvernünftige System der Diskriminierung in der Vergangenheit im einzelnen

    a. Diskriminierung zwischen Adligen und Gemeinen
    b. Diskriminierung zwischen ehelichen und unehelichen Kindern
    c. Diskriminierung zwischen Alten und Jungen
    d. Diskriminierung zwischen Männern und Frauen
    e. Diskriminierung zwischen Rassen und Völkern

  • #23

    Myunghee (Samstag, 19 März 2016 10:04)

    3. Forderungen der Selbstständigen gegenüber den Abhängigen im Einzelnen

    a. Wenn eine Person, die sich selbst unterhalten kann, ungerechtfertigt Forderungen um Unterstützung stellt, sollte man diesen Forderungen nicht nachkommen.
    b. Wenn die Eltern ihr Vermögen unter den Kindern aufteilen, so sollten sie keinen Unterschied zwischen älteren und jüngeren Kindern, Söhnen oder Töchtern machen und abgesehen von denjenigen, die das Vermögen nicht verwalten können, alles zu gleichen Teilen vergeben.
    c. nach der Heirat sollte jeder seine wirtschaftliche Unabhängigkeit beibehalten. Man sollte es nicht bei gegenseitiger Liebe bewenden lassen, sondern ein jeder sollte seine Aufgaben und Pflichten erfüllen.
    d. Alle anderen Tätigkeiten sollten nach dem Gesetz und den Umständen gemäß ausgeübt werden. Wie in der Vergangenheit sollte es keine Benachteilung zwischen Männern und Frauen geben, sondern ein jeder sollte entsprechend seiner Arbeit behandelt werden.

    4. Entwicklung der Selbstständigkeit im Einzelnen

    a. Abgesehen von unausweichlichen Situationen wie in Kindheit, Alter und Krankheit sollte es ein jeder, egal ob Mann oder Frau, vermeiden, wie in der Vergangenheit ein Leben in Abhängigkeit zu führen.
    b. Frauen sollten den Männern gleich eine Ausbildung erhalten, die ihnen eine aktive Teilnahme am gesellschaftlichen Leben erlaubt.
    c. Männer und Frauen sollten in gleicher Weise einen Beruf ausüben, damit sie Freiheit im Leben erlangen. Die Aufgaben und Pflichten in Familie und Staat sollten gleichberechtigt erfüllt werden.
    d. Die nicht-erstgeborenen Kinder sollten für ihre Eltern sowohl zu deren Lebzeiten als auch nach ihrem Tode sorgen, so wie es in der Vergangenheit Aufgabe des ältesten Sohnes war.













  • #22

    Myunghee (Donnerstag, 17 März 2016 10:07)

    Kapitel 3: Die Vier Grundsätze

    Abschnitt 1: Entwicklung der Selbstständigkeit

    1. Grundlage der Entwicklung der Selbstständigkeit

    Abgesehen von hilflosen Kindern, schwachen Alten oder hoffnungslos Kranken sollten wir als eine Art des Lernens die Selbsttändigkeit entwickeln, auf dass wir unsere Aufgaben und Verpflichtungen als Menschen erfüllen und nach bestem Vermögen denjenigen Schutz gewähren können, die schwach und hilflos sind.

    2. Abhängiges Leben in der Vergangenheit im Einzelnen

    a. Wenn es unter den Eltern, Geschwistern, Ehepartnern, Kindern oder Verwandten eine Person gab, die ein besseres Leben als man selbst führte, so verließ man sich auf denjenigen und lebe in Müßiggang. Wenn derjenige seine Forderungen nach Unterstützung nicht erfüllte, so nahm man in dessen Haus Quartier. Wenn man bei anderen Schulden gemacht und diese nicht zurückzahlen konnte, so musste die gesamte Verwandtschaft für die Schulden einstehen und wurde dadurch ruiniert.
    b. Frauen waren in der Jugend von ihren Eltern, nach der Heirat von ihrem Ehemann und im Alter von der Kindern abhängig. Da sie nicht die gleichen Rechte genossen, erhielten sie nicht dieselbe Ausbildung wie Männer, sozialer Umgang war ihnen versagt, sie besaßen kein Erbrecht und mit ihrem eigenen Körper und Geist waren sie in all ihrem Tun Beschränkungen unterworfen.

  • #21

    Myunghee (Mittwoch, 16 März 2016 09:56)

    5. Undankbarkeit gegenüber der Gnade der Gesetze

    Undankbarkeit gegenüber den Gesetzen beruht entweder auf mangelnder Kenntnis über Dankesschuld, Vergeltung und Undankbarkeit oder mangelnder Ausübung von Dankbarkeit, auch wenn die Kenntnis vorhanden ist.

    6. Wirkung der Vergeltung der Gnade der Gesetze

    Wenn wir die Gnade der Gesetze dankbar vergelten, gelangen wir selbst in den Schutz der Gesetze, so dass Beschränkungen Stück für Stück abgebaut werden, und wir Freiheit erlangen. Das Wesen jedes Einzelnen wird verbessert, und auch die Welt erhält eine passende Ordnung. Gelehrte, Bauern, Handwerker und Kaufleute können sich noch besser entfalten, und es entsteht eine Welt der Bequemlichkeit. Außerdem sollten wir auch die Gnade der Gesetzgebung und der staatlichen Verwaltung vergelten.

    7. Wirkung der Undankbarkeit gegenüber den Gesetzen

    Wenn wir gegenüber den Gesetzen undankbar sind, so werden die Gesetze kein Erbarmen mit uns haben, und wir werden Unfreiheit und Beschränkung erfahren. Das Wesen jedes Einzelnen wird sich verschlechtern und die Welt wird in Unordnung und Chaos verfallen.

  • #20

    Myunghee (Montag, 14 März 2016 09:04)

    2. Dankesschuld gegenüber den Gesetzen im Einzelnen

    a. Zu bestimmten Zeiten erscheinen uns Heilige, die uns vermittels Religion und Moral den rechten Weg gehen lassen.
    b. Indem sie uns ermöglichen, Einrichtungen für Gelehrte, Bauern, Handwerker und Kaufleute zu schaffen und unsere Kräfte auf die Wahrnehmung von Führungsaufgaben zu konzentrieren, schützen die Gesetze unser Leben und fördern unsere Erkenntnis.
    c. Indem sie zwischen Richtig und Falsch, Nutzen und Schaden unterscheiden, Ungerechtigkeiten bestrafen und Gerechtigkeit fördern, halten die Gesetze Ruhe und Ordnung aufrecht und lassen uns ein angenehmes Leben leben.

    3. Grundlage der Vergeltung der Gnade der Gesetze

    Wenn uns aus den Verbotsvorschriften der Gesetze eine Dankesschuld erwächst, so müssen wir diese erfüllen. Wenn uns aus den Gebotsvorschriften der Gesetze eine Dankesschuld erwächst, so müssen wir diese erfüllen.

    4. Vergeltung der Gnade der Gesetze im Einzelnen

    a. Der Einzelne muss die Gesetze der Läuterung lernen und danach handeln.
    b. Die Familie muss die Gesetze zur Führung einer Familie lernen und danach handeln.
    c. Die Gesellschaft muss die Gesetze zur Regelung der Gesellschaft lernen und danach handeln.
    d. Der Staat muss die Gesetze zur Regelung des Staates lernen und danach handeln.
    e. Die Welt muss die Gesetze zur Regelung der Welt lernen und danach handeln.

  • #19

    Myunghee (Freitag, 11 März 2016 18:01)

    Abschnitt 4. Die Gnade der Gesetze

    1. Grundlage der Dankesschuld gegenüber den Gesetzen

    Die einfachste Weise zum Verständnis der Gnade, die wir von den Gesetzen erfahren, ist uns zu fragen, ob wir ohne Gesetze für die Selbstbeherrschung, ohne Gesetze für die Führung einer Familie, ohne Gesetze zur Regelung der Gesellschaft, ohne Gesetze zur Regelung des Staates und ohne Gesetze, die das Zusammenleben auf der Welt regeln, in Ruhe und Ordnung leben könnten. Dann würde jedermann zugestehen, dass man so nicht leben könnte. Wenn man also nicht ohne die Gesetze leben kann, wie sollte es da eine größere Gnade geben?
    Grundsätzlich bezeichnen wir als Gesetz die fairen Regeln des menschlichen WEGES und der Gerechtigkeit. Wenn die fairen Regeln des menschlichen WEGES und der Gerechtigkeit auf den Einzelnen angewendet werden, zieht der Einzelne daraus Nutzen, werden sie auf die Familie angewendet, zieht die Familie daraus Nutzen, werden sie auf die Gesellschaft angewendet, zieht die Gesellschaft daraus Nutzen, werden sie auf den Staat angewendet, zieht der Staat daraus Nutzen, und werden sie auf die Welt angewendet, so zieht die Welt daraus einen Nutzen.

  • #18

    Myunghee (Mittwoch, 09 März 2016 10:33)

    3. Grundlage der Vergeltung der Gnade der Mitwesen

    Da wir unseren Mitwesen durch den gegenseitigen Nutzen zu Dankbarkeit verpflichtet sind, müssen wir die Dankesschuld abtragen. Wenn Gelehrte, Bauern, Handwerker und Kaufleute unzählige Erkenntnisse und Waren austauschen, sollten wir diesem WEG nacheifern und stets auf den gegenseitigen Nutzen bedacht sein.

    4. Vergeltung der Gnade der Mitwesen im Einzelnen

    a. Gelehrte sollten beim Austausch der unzähligen Erkenntnisse und bei allen politischen Handlungen stets eine gerechte Position einnehmen und auf den gegenseitigen Nutzen bedacht sein.
    b. Wenn die Bauern uns mit Rohstoffen für Kleidung und Ernährung versorgen, sollten sie stets eine gerechte Position einnehmen und auf den gegenseitigen Nutzen bedacht sein.
    c. Wenn die Handwerker uns mit Unterkunft und Gebrauchsgütern versorgen, sollten sie stets eine gerechte Position einnehmen und auf den gegenseitigen Nutzen bedacht sein.
    d. Wenn die Kaufleute die Vielzahl der Waren austauschen, sollten sie stets eine gerechte Position einnehmen und auf den gegenseitigen Nutzen bedacht sein.
    e. Auch Pflanzen und Tiere sollten nicht ohne besonderen Grund gepflückt oder getötet werden.

    5. Undankbarkeit gegenüber den Mitwesen

    Undankbarkeit gegenüber den Mitwesen bedeutet entweder mangelnde Kenntnis über Dankesschuld, Vergeltung und Undankbarkeit oder mangelnde Ausübung von Dankbarkeit, auch wenn die Kenntnis vorhanden ist.

    6. Wirkung von Vergeltung der Gnade der Mitwesen

    Wenn wir die Gnade der Mitwesen dankbar vergelten, werden alle Mitwesen durch den Effekt des gegenseitigen Nutzens begeistert und einander in Liebe und Freude verbunden, und auch ich selbst werde Schutz und Respekt erlangen. Es wird Liebe herrschen zwischen den Menschen, Freundschaft zwischen den Familien, Verständnis zwischen den Gesellschaften und Friede zwischen den Staaten. Auf diese Weise wird eine unvorstellbar ideale Welt entstehen.
    Wenn jedoch die Menschheit auf der ganzen Welt keine Dankbarkeit für die Gnade übt, oder durch das Wirken der Undankbaren alle Mitwesen ins Leid gestürzt werden, werden die heiligen Erretter der Welt ihr Mitgefühl walten lassen und allen undankbaren Lebewesen durch moralische, politische oder militärische Mittel Erlösung bringen.

    7. Wirkung der Undankbarkeit gegenüber den Mitwesen

    Wenn wir gegenüber den Mitwesen undankbar sind, werden sich alle Menschen hassen und verachten, feindselig zueinander sein und in Streit verfallen. Zwischen den Familien wird Zank sein, zwischen den Gesellschaften Zwietracht und zwischen den Staaten wird kein Frieden herrschen, so dass die ganze Welt im Krieg versinken wird.

  • #17

    Myunghee (Dienstag, 08 März 2016 14:00)

    Abschnitt 3. Die Gnade der Mitwesen

    1. Grundlage der Dankesschuld gegenüber den Mitwesen

    Die einfachste Weise zum Verständnis der Gnade, die wir von unseren Mitwesen erfahren, ist uns zu fragen, ob wir auch ohne Mitwesen, Tiere und Pflanzen ganz auf uns selbst gestellt leben können. Dann würde jedermann zugestehen, dass man ganz alleine nicht leben könnte. Wenn man also ohne die Hilfe der Mitwesen, ohne ihre Unterstützung und ihre Versorgung nicht leben kann, wie sollte es da eine größere Gnade geben?
    Grundsätzlich gibt es die vier Berufsgruppen Gelehrte, Bauern, Handwerker und Kaufleute, und ein jeder lebt entsprechend seines Berufes. Gegen ihre jeweiligen Erträge tauschen sie eine Vielzahl materieller Güter ein, was zu gegenseitigem Nutzen ist und jedem Vorteile und Dankesschuld bringt.

    2. Dankesschuld gegenüber den Mitwesen im Einzelnen

    a. Der Gelehrte studiert und forscht und bringt uns mit seinen wissenschaftlichen und politischen Leistungen Führung und Bildung.
    b. Der Bauer widmet sich Saat und Anbau und versorgt uns mit den Rohstoffen für Kleidung und Ernährung.
    c. Der Handwerker stellt alle Arten von Waren her und versorgt uns mit Unterkunft und Gebrauchsgütern.
    d. Der Kaufmann bringt unzählige Güter zum Austausch und gibt unserem Leben Bequemlichkeit.
    e. Auch Tiere und Pflanzen sind zu unserem Nutzen.

  • #16

    Myunghee (Montag, 07 März 2016 09:51)

    5. Undankbarkeit gegenüber den Eltern

    Undankbarkeit gegenüber den Eltern beruht entweder auf mangelnder Kenntnis über Dankesschuld, Vergeltung und Undankbarkeit oder mangelnder Ausübung von Dankbarkeit, auch wenn die Kenntnis vorhanden ist.

    6. Wirkung der Dankbarkeit gegenüber den Eltern im Einzelnen

    Wenn ich meinen Eltern gegenüber Dankbarkeit zeige, so wird die Welt mich, auch wenn die Dankbarkeit nur meinen eigenen Eltern zuteil wird, mit Hochachtung und Respekt behandeln. Es ist eine unausweichliche Regel, dass die Kinder dem Verhalten ihrer Eltern im Guten wie im Bösen nacheifern. So werden nicht nur meine Kinder sich an dem Vorbild orientieren, wie ich die Gnade meiner Eltern vergelten und mich entsprechend behandeln, sondern mein Verhalten gegenüber hilflosen Personen im allgemeinen wird im Kommen und Gehen über viele Generationen und Leben hindurch dazu führen, dass mir die Hilfe anderer zuteil wird, wenn ich mich in einer hilflosen Situation befinde.

    7. Wirkung der Undankbarkeit gegenüber den Eltern

    Wenn ich undankbar gegenüber den Eltern bin, wird mich die Welt, auch wenn ich nur gegenüber meinen eigenen Eltern undankbar war, mit Sicherheit hassen und verachten. Nicht nur meine eigenen Kinder werden sofort dieses Vorbild aufgreifen und mich verfluchen, sondern auch die anderen Menschen werden mich im Kommen und Gehen über viele Generationen und Leben hindurch, und wenn ich mich in einer hilflosen Situation befinde, im Stich lassen.

  • #15

    Myunghee (Sonntag, 06 März 2016 14:32)

    Abschnitt 2. Die Gnade der Eltern

    1. Grundlage der Dankesschuld gegenüber den Eltern

    Die einfachste Weise zum Verständnis der Gnade, die wir von unseren Eltern erfahren, ist uns zu fragen, ob unser Körper auch ohne die Eltern auf die Welt gekommen wäre, und selbst wenn wir das Licht der Welt erblickt hätten, ob dieser Körper in der Zeit der Hilflosigkeit hätte aufwachsen können. Dann würde jedermann zugestehen, dass dies nicht möglich wäre. Wenn unser Körper also ohne die Eltern nicht auf die Welt kommen und nicht aufwachsen kann, wie sollte es da eine größere Gnade geben?
    Grundsätzlich mögen wir Geburt und Tod des Menschen als natürlichen Weg und schöpferisches Wirken von Himmel und Erde bezeichnen, aber die große Gnade, uns in der Zeit der Hilflosigkeit aufgezogen und uns das große Prinzip des menschlichen WEGES gelehrt zu haben, das ist unsere Dankesschuld gegenüber den Eltern.

    2. Dankesschuld gegenüber den Eltern im Einzelnen
    a. Da es unsere Eltern gibt, haben wir diesen Körper erhalten, der die Grundlage für all die unzähligen menschlichen Angelegenheiten und universalen Prinzipien bildet.
    b. Sie haben alle Liebe aufgewandt und keine Mühe gescheut, um uns in den Zeiten unserer Hilflosigkeit zu nähren und zu beschützen.
    c. Sie haben uns die Pflichten und Verantwortungen gelehrt und uns in die menschliche Gesellschaft eingeführt.

    3. Grundlage der Vergeltung der Gnade der Eltern
    Eingedenk des WEGES der Dankesschuld aus der Zeit unserer Hilflosigkeit müssen wir uns nach Kräften um den Schutz hilfloser Menschen bemühen.

    4. Vergeltung der Gnade der Eltern im Einzelnen

    a. Die wesentlichen Wege der Übungen, das Dreigliedrige Lernen und die Acht Artikel, sowie die wesentlichen Wege des Lebens, die Vier Gnaden und die Vier Grundsätze, sollten ausnahmslos beachtet werden.
    b. Wenn die Eltern hilflos werden, sollten wir sie nach Kräften moralisch und körperlich unterstützen.
    c. Zu Lebzeiten unserer Eltern und nach ihrem Tode sollten wir nach Kräften die hilflosen Eltern anderer wie unsere eigenen Eltern unterstützen.
    d. Nach dem Tode unserer Eltern sollten wir ihre Lebensgeschichte und ihre Portraits für lange Zeit in Ehren halten.

  • #14

    Myunghee (Freitag, 04 März 2016 10:35)

    7. Wirkung von Undankbarkeit gegenüber Himmel und Erde

    Wenn wir Himmel Und Erde gegenüber undankbar sind, wird uns die Strafe des Himmels zuteil. Einfach ausgedrückt bedeutet dies, dass man bei Nichtbeachtung des himmlischen WEGES sicherlich in den menschlichen Angelegenheiten und den universalen Prinzipien unwissend bleibt. Der Eifer bei all unserem Tun wird gering sein, in allem Tun werden wir oft übermäßig oder unzureichend sein, werden oft unvernünftig und einseitig handeln. Wir werden unwissend sein gegenüber den Wandlungen der Dinge und den menschlichen Erscheinungen Geburt, Alter, Krankheit und Tod sowie Glück, Unglück, Heil und Unheil. Und auch wenn wir eine Gunst erweisen, werden wir Bedacht hegen, im Innern hochmütig und nach außen prahlerisch sein. Wir sollte ein solcher Mensch frei von Sünde und Verderben sein? Himmel und Erde mögen leer und still sein, aber die Leiden, die wir ohne Anlass oder aus eigenem Verschulden erfahren, sind die Strafe für Undankbarkeit gegenüber Himmel und Erde.

  • #13

    Raphael (Mittwoch, 02 März 2016 16:15)


    5. Undankbarkeit gegenüber Himmel und Erde

    Undankbarkeit gegenüber Himmel und Erde beruht entweder auf mangelnder Kenntnis über Dankesschuld, Vergeltung und Undankbarkeit oder mangelnder Ausübung von Dankbarkeit, auch wenn die Kenntnis vorhanden ist.

    6. Wirkung der Vergeltung der Gnade von Himmel und Erde

    Wenn ich die einzelnen Regeln der Vergeltung der Gnade von Himmel und Erde ausführe, gibt es keinen Unterschied mehr zwischen mir und dem Himmel und der Erde. Ich bin der Himmel und die Erde, und der Himmel und die Erde sind ich.
    Auch wenn der Himmel leer ist und die Erde schweigt und sie nicht direkt Glück und Freude austeilen, so erhalten wir doch eine der Natur von Himmel und Erde gleiche ungeheure Kraft, ein Himmel und Erde gleiches ewiges Leben, eine Sinne und Mond gleiches strahlendes Licht. Und vor allen menschlichen und himmlischen Weden und der ganzen Welt wird uns eine Himmel und Erde gleiche bevorzugte Behandlung zuteil.

  • #12

    Myunghee (Dienstag, 01 März 2016 13:33)

    4. Vergeltung der Gnade von Himmel und Erde im Einzelnen

    a. Wir sollen dem unermesslich strahlenden WEG von Himmel und Erde nacheifern und die menschlichen Angelegenheiten und universalen Prinzipien zu ergründen und zu verstehen trachten.
    b. Wir sollen dem unermesslich hingebungsvollen WEG von Himmel und Erde nacheifern und bei der Ausführung aller Handlungen ohne Unterbrechung unverändert von Anfang bis Ende dem Ziel entgegenstreben.
    c. Wir sollen dem unermesslich gerechten WEG von Himmel und Erde nacheifern und uns bei der Ausführung aller Handlungen nicht von Nah und Fern, Vertraut und Fremd sowie Freude, Zorn, Trauer und Vergnügen ablenken lassen, sondern stets dem Mittleren Weg folgen.
    d. Wir sollen dem WEG nacheifern, der im Einklang mit der Natur steht, und bei der Ausführung aller Handlungen Vernünftiges und Unvernünftiges scheiden, das Vernünftige ergreifen und das Unvernünftige verwerfen.
    e. Wir sollen dem überragenden und grenzenlosen WEG von Himmel und Erde nacheifern und alle einseitigen Anhaftungen vermeiden.
    f. Wir sollen dem auf ewig unvergänglichen WEG von Himmel und Erde nacheifern und dadurch Erlösung erlangen von den Wandlungen der Dinge und dem Zyklus des Lebens von Geburt über Alter und Krankheit bis zum Tod.
    g. Wir sollen dem WEG von Himmel und Erde, der weder Glück noch Unglück kennt, nacheifern und uns nicht von Glück und Unglück ablenken lassen, sondern angesichts von Glück dem Unglück gedenken und angesichts von Unglück dem Glück gedenken.
    h. Wir sollen dem WEG von Himmel und Erde, der ohne Bedacht handelt, nacheifern, den WEG fördern, der in Bewegung und in Ruhe ohne Bedacht ist, und wenn wir eine geistige, körperliche oder materielle Gunst erweisen, sollen wir damit weder Bedacht noch Erwartung verbinden, und auch wenn sich der Empfänger der Gunst als undankbar erweist, sollen wir ihn ob der erwiesenen Gunst nicht umso mehr hassen oder als Feind behandeln.

  • #11

    Myunghee (Dienstag, 01 März 2016 11:09)

    Kapitel 2. Die Vier Gnaden

    Abschnitt 1. Die Gnade des Himmels und der Erde
    1. Grundlage der Dankesschuld gegenüber Himmel und Erde

    Die einfachste Weise zum Verständnis der Gnade, die wir von Himmel und Erde erfahren, ist uns zu fragen, ob wir auch ohne Himmel und Erde unsere Existenz bewahren und diese Leben führen könnten. Selbst der Einfältigen und Törichtste müsste dann zugeben, dass man ohne Himmel und Erde nicht leben könnte. Wenn es also ein Verhältnis gibt, in dem der eine nicht ohne den anderen leben könnte, wie sollte es da eine größere Gnade geben?
    Grundsätzlich gibt es in Himmel und Erde den WEG und seine Wirkkraft. Dass der Mechanismus des Universums von sich aus wirkt, das ist der WEG von Himmel und Erde. Die Wirkungen, die je nach dem Einsatz des WEGES in Erscheinung treten, machen die Wirkkraft von Himmel und Erde aus. Der Weg von Himmel und Erde ist äußerst hell und klar, äußerst hingebungsvoll, äußerst gerecht, ist im Einklang mit der Natur, überragend und grenzenlos, auf ewig unvergänglich, kennt weder Glück noch Unglück und handelt ohne Bedacht. Wenn dieser große WEG sich ausbreitet und seine große Wirkkraft in Erscheinung tritt, wird all den unzähligen Dingen das Leben und die äußere Form bewahrt.

  • #10

    Myunghee (Montag, 29 Februar 2016 20:20)

    Kapitel 2: Die Vier Gnaden

    Abschnitt 1. Die Gnade des Himmels und der Erde

    1. Grundlage der Dankesschuld gegenüber Himmel und Erde

    Die einfachste Weise zum Verständnis der Gnade, die wir von Himmel und Erde erfahren, ist uns zu fragen, ob wir auch ohne Himmel und Erde unsere Existenz bewahren und dieses Leben führen könnten. Selbst der Einfältigste und Törichtste müsste dann zugeben, dass man ohne Himmel und Erde nicht leben könnte. Wenn es also ein Verhältnis gibt, in dem der eine nicht ohne den anderen leben könnte, wie sollte es da eine größere Gnade geben?
    Grundsätzlich gibt es in Himmel und Erde den WEG und seine Wirkkraft. Dass der Mechanismus des Universums von sich aus wirkt, das ist der WEG von Himmel und
    Erde. Die Wirkungen, die je nach dem Einsatz des WEGES in Erscheinung treten, machen die Wirkkraft von Himmel und Erde aus. Der WEG von Himmel und Erde ist äußerst hell und klar, äußerst hingebungsvoll, äußerst gerecht, ist im Einklang mit der Natur, überragend und grenzenlos, auf ewig unvergänglich, kennt weder Glück noch Unglück und handelt ohne Bedacht. Wenn dieser große WEG sich ausbreitet und seine große Wirkkraft in Erscheinung tritt, wird all den unzähligen Dingen das Leben und die äußere Form bewahrt.

  • #9

    Raphael (Samstag, 27 Februar 2016)


    Kapitel 2: Die vier Gnaden

    Abschnitt 1: Die Gnade des Himmels und der Erde

    1. Grundlage der Dankesschuld gegenüber Himmel und Erde

    Die einfachste Weise zum Verständnis der Gnade, die wir von Himmel und Erde erfahren ist und zu fragen ob wir auch ohne Himmel und Erde unsere Existenz bewahren und dieses Leben führen könnten. Selbst der einfältigste und törichste müsste dann zugeben, dass mann ohne Himmel und Erde nicht Leben könnte.
    Wenn es also ein Verhältnis gibt, in dem der eine nicht ohne den anderen leben könnte, wie sollte es eine größere Gnade geben?
    Grundsätzlich gibt es in Himmel und Erde den Weg und seine Wirkkraft. Dass der Mechanismus des Universums von sich aus wirkt, das ist der Weg von Himmel und Erde.
    Die Wirkungen, die je nach dem Einsatz des Weges in Erscheinung treten, machen die Wirkkraft von Himmel und Erde aus. Der Weg von Himmel und Erde ist äußerst hell und klar, äußerst hingebungsvoll, äußerst gerecht, ist im Einklang mit der Natur, überragend und grenzenlos, auf ewig unvergänglich, kennt weder Glück noch Unglück und handelt ohne Bedacht. Wenn dieser große Weg sich ausbreitet und seine große Wirkkraft in Erscheinung tritt, wird all den unzähligen Dingen das Leben und die äußere Form bewahrt.

    2. Dankesschuld gegenüber Himmel und Erde

    a. Da es im Himmel Luft gibt können wir leben indem wir Atmen
    b. Da es auf der Erfe festen Boden gibt, können wir leben, indem wir Halt finden für unseren Körper.
    c. Da es die strahlende Helligkeit von Sonne und Mond gibt, können wir alle Dinge und Erscheinungen in der Welt unterscheiden und erkennen.
    d. Da und die Gunst von Wind, Wolken, Regen und Tau zuteil wird wachsen und gedeihen alle Dinge deren Früchte unser Leben ermöglichen.
    e. Da Himmel und Erde weder Entstehen noch Vergehen kennen erhalten alle Dinge im Einklang mit deren Weg ein ewiges Leben.

    3. Grundlage der Vergeltung der Gnade von Himmel und Erde

    Wenn die Menschen die Gnade von Himmel und Erde vergelten wollen, so müssen sie vor allem deren Weg nacheifern und ihn ausführen.

  • #8

    Myunghee (Freitag, 26 Februar 2016 09:06)

    Abschnitt 5. Dharmaworte zum Il-Won-Sang

    Erleuchtet mit der Wahrheit dieses Kreises gelangen wir zu der Erkenntnis, dass die Drei Welten der Zehn Richtungen uns zu eigen sind. Wir erkennen, dass die unzähligen Dinge des Universums zwar verschiedene Namen tragen, aber doch nicht geteilt sind. Wir erkennen, dass dies die Urnatur aller Buddhas, erleuchteten Meister, einfältigen Menschen und gewöhnlichen Lebewesen ist. Wir erkennen, dass das Prinzip von Geburt, Alter, Krankheit und Tod den Jahreszeiten Frühling, Sommer, Herbst und Winter gleicht. Wir erkennen, dass das Prinzip der Vergeltung durch Ursache und Wirkung der wechselnden Vorherrschaft von Yin und Yang gleicht. Wir erkennen, dass dieser Kreis ausgeglichen und vollkommen, gerecht und selbstlos ist.

    * Diesen Kreis sollen wir gebrauchen, wenn wir unsere Augen gebrauchen, er ist ausgeglichen und vollkommen, gerecht und selbstlos.
    * Diesen Kreis sollen wir gebrauchen, wenn wir unsere Ohren gebrauchen, er ist ausgeglichen und vollkommen, gerecht und selbstlos.
    * Diesen Kreis sollen wir gebrauchen, wenn wir unsere Nase gebrauchen, er ist ausgeglichen und vollkommen, gerecht und selbstlos.

    * Diesen Kreis sollen wir gebrauchen, wenn wir unseren Mund gebrauchen, er ist ausgeglichen und vollkommen, gerecht und selbstlos.
    *Diese Kreis sollten wir gebrauchen, wenn wir unseren Körper gebrauchen, er ist ausgeglichen und vollkommen, gerecht und selbstlos.
    * Diesen Kreis sollten wir gebrauchen, wenn wir unseren Geist gebrauchen, er ist ausgeglichen und vollkommen, gerecht und selbstlos.

    Abschnitt 6. Vermächtnis

    Wenn Seiendes sich zu Nicht-Seiendem,
    und Nicht-Seiendes zu Seiendem
    wandelt und wieder wandelt
    und das Absolute erreicht,
    sind Seiendes und Nicht-Seiendes gänzlich leer,
    aber diese Leere ist wahrhaft vollkommen.

  • #7

    Raphael (Donnerstag, 25 Februar 2016 14:25)


    Abschnitt 5. Dharmaworte zum Il-Won-Sang:

    Erleuchtet mit der Wahrheit dieses Kreises gelangen wir zu der Erkenntnis, dass die Drei Welten der Zehn Richtungen uns zu eigen sind.
    Wir erkennen. dass die unzähligen Dinge des Universums zwar verschiedene Namen tragen, aber doch nicht geteilt sind.
    Wir erkennen, dass dies die Urnatur aller Buddhas, erleuchteten Meister, einfältigen Menschen und gewöhnlichen Lebewesen ist.
    Wir erkennen, dass das Prinzip von Gerburt, Alter, Krankheit und Tod des Jahreszeiten Frühling, Sommer Herbst und Winter gleicht.
    Wir erkennen, dass das Prinzip der Vergeltung durch Ursache und Wirkung der wechselnden Vorherrschaft von Yin und Yang gleicht.
    Wir erkennen dass, dieser Kreis ausgeglichen und vollkommen, gerecht und selbstlos ist.

    Diesen Kreis sollen wir gebrauchen, wenn wir unsere Augen gebrauchen, er ist ausgeglichen und vollkommen, gerecht und selbstlos.

    Diesen Kreis sollen wir gebrauchen, wenn wenn wir unsere Ohren gebrauchen, er ist ausgeglichen und vollkommen, gerecht uns selbstlos.

    Diesen Kreis sollen wir gebrauchen, wenn wir unsere Nase gebrauchen, er ist ausgeglichen und vollkommen, gerecht uns selbstlos.

    Diesen Kreis sollen wir gebrauchen wenn wir unseren Mund gebrauchen, er ist ausgeglichen und vollkommen, gerecht und selbstlos.

    Diesen Kreis sollen wir gebrauchen wenn wir unseren Körper gebrauchen, er ist ausgeglichen und vollkommen, gerecht uns selbstlos.

    Diesen Kreis sollen wir gebrauchen wenn wir unseren Geist gebrauchen, er ist ausgeglichen und vollkommen, gerecht uns selbstlos.

  • #6

    Myunghee (Dienstag, 23 Februar 2016 20:53)

    Abschnitt 4. Gelübde zum Il-Won-Sang

    Il-Won ist ein Ort der Versenkung, den Worte der Sprache nicht beschreiben können; das Tor von Geburt und Tod, das Seiendes und Nicht-Seiendes übersteigt; der Urgrund von Himmel und Erde, Eltern, Mitwesen und Gesetzen; die wahre Natur aller Buddhas, aller erleuchteten Meister, der einfältigen Menschen und der gewöhnlichen Lebewesen. Il-Won kann sowohl Beständigkeit als auch Unbeständigkeit bergen. Vom Standpunkt der Beständigkeit aus betrachtet hat er in ewigem Dasein und Unvergänglichkeit als immer gleichbleibende Natur die unermessliche Welt erschaffen. Vom Standpunkt der Unbeständigkeit aus betrachtet hat Il-Won, sei es durch Höherstufung oder Herabstufung, sei es in Form von Gnade durch Schaden oder Schaden durch Gnade, veranlasst, dass sich das Universum in Werden, Bestehen, Vergehen und Leere wandelt, dass alle Wesen sich in Geburt, Alter, Krankheit und Tod wandeln, und dass sich die Sechs Wiedergeburtsebenen je nach dem geistigen und körperlichen Wirken der Vier Geburtsarten wandeln. Auf diese Weise hat er die unermessliche Welt geschaffen. Deshalb eifern wir einfältigen Wesen dem Dharmakaya-Buddha Il-Won-Sang nach und machen unsere Übungen zum vollkommenen Schutz von Körper und Geist; wir machen unsere Übungen, um die menschlichen Angelegenheiten und die universalen Prinzipien in vollkommener Weise zu verstehen; wir machen unsere Übungen zum vollkommenen Gebrauch von Körper und Geist mit äußerster Anstrengung nicht nur, weil wir Höherstufung anstreben und Gnade empfangen wollen, sondern auch, weil wir Herabstufung und Schaden entgehen wollen. Wir legen dieses Gelübde ab, um die überragende Kraft des Il-Won zu empfangen und uns mit dem eigentlichen Wesen des Il-Won zu vereinen.

  • #5

    Myunghee (Dienstag, 23 Februar 2016 19:24)

    Abschnitt 3. Übungen zum Il-Won-Sang

    In dem wir an die Wahrheit des Il-Won-Sang glauben und ihn gleichzeitig zum Ziel unserer Übungen machen, wollen wir ein jeder unseren Geist erkennen, der so ausgeglichen und vollkommen, so gerecht und selbstlos ist wie der Il-Won-Sang.
    Wir wollen ein jeder unseren Geist läutern, der so ausgeglichen und vollkommen, so gerecht und selbstlos ist wie der Il-Won-Sang. Wir wollen unseren Geist gebrauchen, der so ausgeglichen und vollkommen, so gerecht und selbstlos ist wie der Il-Won-Sang. Das sind die Übungen zum Il-Won-Sang.

  • #4

    Raphael (Dienstag, 23 Februar 2016 09:31)


    Abschnitt 2: Der Glaube an den Il-Won-Sang

    Wir glauben an die Wahrheit des Il-Won-Sang als den Urgrund der unzähligen Dinge im Universums, wir glauben an ihn als das Geist-Siegel aller Buddhas und Heiligen, wir glauben an ihn als die ursprüngliche Natur aller Lebewesen, wir glauben an ihn als den Ort der keine UNterscheidung in Groß und Klein, in Seiendes und Nicht-Seiendes kennt, wir glauben an ihn als den Ort, der ohne Wandel von Entstehen und Vergehen, von Kommen und Gehen ist, wir glauben an ihn als den Ort, wo karmische Wirkung von Gut und Böse ihr Ende finden, wir glauben an ihn als den Ort, wo Sprache, Name und Gestalt absolut leer sind. Wir glauben, dass in diesem Ort des Nichts durch das strahlende Licht des wundersamen Wissens aus Leere und Stille die Unterscheidung in Groß und Klein, Seiendes und Nicht-Seiendes erscheint, wir glauben, dass die Unterscheidung der karmischen Wirkung von Gut und Böse entsteht, wir glauben, das Sprache Name und Gestalt zutage treten, so dass die Drei Werten der Zehn Richtungen wie eine Glasperle in der Hand deutlich werden. Wir glauben dass die Verwandlung der absoluten Leere und des wundersamen Seins mit Hilfe der unzähligen Dinge des Universums in den ewigen Weltzeiten uneingeschränkt auftaucht und verschwindet.

    Das ist der Glaube an den Il-Won-Sang

  • #3

    Myunghee (Montag, 22 Februar 2016 20:01)

    Teil 2 Lehrsätze

    Kapitel 1: Il-Won-Sang

    Abschnitt 1. Die Wahrheit des Il-Won-Sang

    Il-Won ist der Urgrund der Unzähligen Dinge des Universums; das Geist-Siegel aller Buddhas und Heiligen; die ursprüngliche Natur aller Lebewesen; der Ort, der keine Unterscheidung in Groß und Klein, in Seiendes und Nicht-Seiendes kennt; der Ort, der ohne den Wandel von Entstehen und Vergehen, von Kommen und Gehen ist; der Ort, wo karmische Wirkungen von Gut und Böse ihr Ende finden; der Ort, wo Sprache, Name und Gestalt absolut leer sind. Durch das strahlende Licht des wundersamen Wissens aus Leere und Stille erscheint die Unterscheidung in Groß und Klein, Seiendes und Nicht-Seiendes, so dass die Trennung der karmischen Wirkungen von Gut und Böse entsteht. Sprache, Name und Gestalt treten zutage, so dass die Drei Welten der Zehn Richtungen deutlich hervortreten wie eine Glasperle in der Hand. Die Verwandlung der wahren Leere und des wundersamen Seins taucht uneingeschränkt auf und verschwindet wieder mit Hilfe der unzähligen Dinge des Universums in den ewigen Weltzeiten. Das ist die Wahrheit des Il-Won-Sang.

  • #2

    Raphael (Montag, 22 Februar 2016 10:41)

    Kapitel 2: Grundsätze der Lehre

    Der Buddhismus ist der unübertreffliche große Weg. Da seine Wahrheiten und Methoden großartig sind, haben viele weise Lehrer auf deren Grundlage verschiedene Schulen und Gemeinschaften gegründet, um das Tor der Bekehrung zu öffnen und viele Menschen zu unterweisen.
    Alle Religionen der Welt haben ihren gemeinsamen Ursprung in einem einzigen Prinzip, aber da verschiedene Glaubenslehren gegründet wurden und sich die Systeme und Methoden über eine Lange Zeit hinweg unterschiedlich entwickelt haben, haben all die vielen religiösen Schulen ihre Gemeinsamkeiten nicht selten aus den Augen verloren.
    Der Grund dafür liegt darin, dass sie das grundlegende Prinzip aller Religionen und Gemeinschaften nicht erkannt haben, wie könnte dies die Absicht aller Buddhas und Heiligen sein?
    Dabei war das System des Buddhismus der Vergangenheit auf das Leben der zölibatären Ordensleute zugeschnitten, für die gewöhnlichen Menschen in der säkularen Welt war dies alles nicht geeignet. Wer zu einem wahrhaftigen Anhänger des Buddhismus werden wollte, musste seine weltlichen Pflichten und Verantwortungen, ja selbst seinen Beruf aufgeben.
    So betrachtet mag die buddhistische Lehr noch so gut gewesen sein, war es für die vielen Lebewesen auf der weiten Welt schwierig in den Genuss der Gnade Buddhas zu gelangen.
    Wie könnte man das dien vollkommenen Weg nennen?
    Deshalb verehren wir den Dharmakaya-Budhha Il-Won-Sang, den Urgrund der unzähligen Dinge des Universums und Geist-Siegel aller Buddhas und Heiligen als Gegenstand unseres Glaubens und als Vorbild für unsere Übungen. Durch die vier Gnaden des Himmels und der Erde, der Eltern, der Mitwesen und der Gesetze und das Dreigliedrige Lernen von Läuterung, Erkenntnissuche und Ausführung wird die Stärke des Glaubens und der Übungen bestimmt. Wir wollen zu Gläubigen einer umfassenden und vollkommenen Religion werden die von den Lehren aller anderen Religionen Gebrauch macht.

  • #1

    Myunghee (Sonntag, 21 Februar 2016 19:12)

    Teil 1 Allgemeine Einführung

    Kapitel 1: Beweggründe für die Gründung des Ordens

    Mit dem Fortschritt der technischen Zivilisation wurde der menschliche Geist, der sich eigentlich des Materiellen bedienen sollte, immer mehr geschwächt, und die Macht des Materiellen, das dem Menschen eigentlich zu Dienen sein sollte, erstarkte beständig, unterwarf den geschwächten Geist und errichtete die Herrschaft des Materiellen. Da alle Menschen nun einem Leben als Sklaven des Materiellen nicht entrinnen können, bedeutet dies nicht ein Leben im Wogenden Meer des Leidens?
    Es ist deshalb unsere Absicht, durch den Glauben an eine Religionen, die auf der Wahrheit fußt, und die Unterweisung in einer Moral, die auf der Wirklichkeit gründet, die Kraft des Geistes zu stärken, die Macht des Materiellen zu brechen, und alles Lebendige aus dem Wogenden Meer des Leidens in das überragende und unermessliche Paradies zu führen.