Das Gebet für den Jahresanfang 2018

Oh, Dharmakayabuddha!

Mögen Himmel und Erde uns erhören und über uns wachen!

Mögen die Eltern uns erhören und über uns wachen!

Mögen alle Mitwesen sich uns zuwenden und uns schützen!

Mögen die Gesetze des Universums wohlgesonnen sein und uns schützen!

 

Mit großer Dankbarkeit  haben wir das Neue Jahr 2018 begonnen.  Im vergangenen Jahr konnten wir unter dem Schutz und mit der Kraft des Dharmakayabuddha Hindernisse überwinden und viele der uns gestellten Aufgaben lösen. Das gelang uns allen in gemeinsamem Tun und wir wollen Dank sagen den Vier Gnaden und der Hilfe durch die Meditation. 

 

Wir haben uns heute wieder vor dem Dharmakayabuddha versammelt um uns mit seiner Kraft auch in diesem Neuen Jahr erneut auf den Weg zu machen und  uns auf weitere Aufgaben vorzubereiten.

 

Vom obersten Dharmameister Kyongsan haben wir die Botschaft zum Beginn des Neuen Jahres 2018 bekommen.  Ausgehend von dieser Botschaft und mit innigen Wünschen möchten wir unsere Übungen tief in uns verwurzeln, damit wir durch die Kraft des Dharma, des Ilwon, die Hindernisse des Lebens Stück für Stück erfolgreich bewältigen können.  Und wir wollen mit dieser Erfahrung unseren Mitmenschen helfen, ihren Weg zu finden um Hemmnisse und Gefahren des Lebens zu meistern, damit wir miteinander eine ehrliche, lebenswerte Welt aufbauen können. Darum wollen wir folgende Fürbitten gemeinsam vor dem Dharmakayabuddha aussprechen:

 

  • Wie der Dharma-Meister uns geschrieben hat, mit Hilfe der Lehre des Meister SoT’aesan möchten wir dieses wahrhaftige Vorbild zur Übung nutzen. Wir wollen die Wurzeln des Egoismus, der Habgier, der Faulheit, der Hochnäsigkeit und  der schädlichen Lebens-Gewohnheiten klar erkennen um sie endgültig zu überwinden.  Wir wollen kämpfen um uns selbst zu überwinden, damit wir Schwierigkeit und Hindernisse erfolgreich überwinden können.  Die  Stärke des Karma entsteht aus unserem Denken, Reden und Handeln und sie blockiert uns auf dem Weg der Vervollkommnung, weil die ursprünglichen Kräfte der Hindernisse aus den Menschen selbst entstanden sind. Diese zerstörerischen Kräfte wohnen in uns, nicht im Außen und nicht bei den Anderen. Die Freiheit des Geistes erlangen wir nur im Kampf gegen uns selbst.    

 

  • Vor der Überwindung der schädlichen Kräfte steht die Erkenntnis, aber die Hindernisse erkennen wir nicht mit der Augen.  Die Hindernisse sind gleich einer Glaswand, mangelnde Erfahrung lässt uns ihre Erscheinung zuerst nicht sichtbar werden. Das macht es uns so schwer, den Weg der Vervollkommnung zu erkennen.  Wir brauchen einen Plan und die gemeinsame Arbeit.  Der Dharma-Meister hat geschrieben:  nur durch die Überwindung unseres Selbst und der Stärkung des  Maums werden wir den Geist befreien können. Wir haben den tiefen inneren Wunsch, durch die gemeinsame Übungs-Kraft die Glaswand, das karmisch-egoistische  Selbst zu überwinden und die Vier Schwierigkeiten zu meistern, damit wir das Leben in Freiheit und Verantwortung führen können.                                            

 

  • Die Botschaft gibt uns die Empfehlung:  Jeden Tag üben wir, um Dankbarkeit  zu finden und um dankbar zu sein:  Wir leben mit der ganzen Hilfe der Vier Gnaden: Die Gnade des Himmels und der Erde, Die Gnade der Eltern, Die Gnade der Mitwesen und Die Gnade der Gesetze. Ohne diese Hilfe, ohne die Vier Gnaden, die uns das Universum gegeben hat, ist Erlösung nicht möglich. Nun wissen wir nicht, wie wir den Lohn der Gnaden erlangen  können. Dazu hat der Dharma-Meister uns erklärt, wir sollen jeden Tag wieder um die Erkenntnis der Gnaden kämpfen und damit sogleich eine neue Gewohnheit im Alltag verankern.  Nachdem  wir die Gnaden erkannt  haben, soll zuerst der Groll in Dankbarkeit verwandelt werden um dann dankbar zu sein. Den Weg zu beschreiten ist der Lohn der Dankbarkeit. Durch diese Übung kultivieren wir unser Maum, unseren Buddhakern und wir wandeln uns auf dem Weg zur Buddhaschaft. Das ist eine erfolgversprechende Methode, um eine starke gute Persönlichkeit zu entwickeln, und um gleichzeitig von allen Wesen geschützt zu werden. Wir werden auf diesem Weg einträchtig unser Leben miteinander teilen und genießen können.

 

  • Der Dharmameister hat uns empfohlen: wir sollen ein Leben des Bekämpfens und Konkurrierens zu einem Leben der Gemeinsamkeit und der gegenseitigen Unterstützung wandeln.  Das heißt: um eine für alle Lebewesen lebenswerte Welt aufzubauen müssen wir Egoismus und Streit loslassen und den schwachen Geist stärken, damit  wir gemeinsam für alle Leben in Frieden schaffen können.  Die Wurzeln der Menschen sind nicht getrennt, jedes durchdringt alles.  Die Menschen können wie eine große Familie in der Welt leben, wenn man sich gegenseitig gedenkt,  statt nur für sich selbst da zu sein.  Aller Streit entsteht nur durch Gedanken;  wenn man nur an sich denkt, nur an Gestalt und Material denkt, in Konkurrenz, wird die geistige Kraft des Menschen immer schwächer.

 

  • Wenn wir uns aber beide Welten bewusst machen, die geistige und die materielle Welt, und beide Seiten bedient, lässt sich eine  harmonische Welt, ob klein oder groß, aufbauen.  In der Gemeinsamkeit lässt sich gut teilen.  Das ist der Weg, der M. SoT’aesan uns gelehrt hat.  Dafür brauchen wir keinen großen Plan. Mit der Hilfe der Übungen des Maum können wir in unserem Leben, in der Familie und am Arbeitsplatz Stück für Stück den Wandel umsetzen.  

 

  • Oh, Dharmakaya-Buddha,  für unser gemeinsames Übungs-Ziel stärke unseren tiefen innigen Wunsch, den Weg zu gehen und gebe uns die Kraft zu handeln.

 

  • Mit diesem Wunsch verbeugen wir uns 4 mal vor dem Dharmakaya-Buddha.