Geschichtlicher Hintergrund

 

Der von Meister Sotaesan 1916 gegründete Won – Budhhismus bildet den Abschluss einer intensiven und historisch einmaligen Phase religiöser Entwürfe und Gemeinschaftsgründungen, die alle das Ziel hatten, die verschiedenen Religionen in einer Synthese zusammenzubringen.

 

Der Won – Buddhismus von Sotaesan ist keine Variante des traditionellen koreanischen Buddhismus oder eine weitere buddhistische Sekte.

Sotaesan distanzierte sich von (je)dem herkömmlichen Buddhismus – also nicht nur des koreanischen Buddhismus, sondern überhaupt aller buddhistischen Formen. Sein Ziel war nicht eine Reform des Buddhismus, sondern die Gründung der endgültigen Religion.

Im Zentrum steht – wie bei den anderen Neuen Religionen – die Utopie von der Integration aller Religionen. So ordnet sich der Won – Buddhismus nicht in eine Rangstufe ein sondern gibt sich selbst den höchsten Rang . Er ist somit nicht nur Vermittler der Religion sondern versteht sich als finale Religion, in der alle anderen religionen einst aufgehen werden.

 

Ziel des Won – Buddhismus ist es, immer mehr Menschen zu der Erkenntnis zu führen, dass alle Religionen lediglich Erscheinungsformen und Emanationen des einen objektiven und universalen Prinzips sind.

 

Der Kampf zwischen den verschiedenen Religionen ist nach der Lehre Sotaesans das Resultat der Tatsache, dass die Menschen sich dieser Wahrheit (noch) nicht bewusst sind.

Erlösung und universelle Harmonie basieren also nicht auf Revolution, sondern auf Erkenntnis.